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30/07/2017: Seitendeckung – ein unterschätzter Kostenfaktor für die Gesamtdruckkosten

Die Gesamtkosten, die Unternehmen für den Bereich Drucken ausgeben, werden oft unterschätzt. Eine Kennzahl, die dabei selten beachtet oder analysiert wird, ist die durchschnittliche Seitendeckung.

Seitendeckung bei Druckern

Diese zeigt auf, wieviel Prozent einer Seite bedruckt bzw. mit Toner bedeckt sind. Dabei spielt gerade dieser Wert eine wesentliche Rolle in Printing-Projekten und deren Abrechnung.

In der Regel beträgt die Seitendeckung bei einem normalen Geschäftsbrief knapp unter 4%. Je mehr Bilder und Text auf einer Seite, desto höher ist die Deckung. Die Hersteller geben die Kapazität Ihrer Tonerkartuschen oder Tintenpatronen und somit die zu druckenden Seiten bei 5% Seitendeckung an. Hierzu gibt es einen DIN- sowie eine ISO-Norm, welche aufgrund der unterschiedlichen Testverfahren allerdings nur bedingt aussagekräftig ist.

Abrechnungsmodelle

In der Printing-Branche findet man mehrere Varianten, die Hersteller oder Fachhändler zur Abrechnung anbieten. Gerade Hersteller bieten oft nur die Möglichkeit von einer Seitenabrechnung. In diesen Fall bezahlt ein Kunde am Ende einer Periode seine gedruckten Seiten. Der Anbieter kalkuliert dabei den Seitenpreis mit der Annahme von 5% Seitendeckung inkl. entsprechendem Risikoaufschlag. Im ersten Moment suggeriert man damit eine sehr einfache und transparente Art der Abrechnung. Schaut man allerdings genauer hin, kann das für den Kunden auch ein teures Business-Modell sein.

Beispiel aus der Praxis - 2016

TEKAEF wurde auf Empfehlung eines langjährigen Kunden zu einem Termin vermittelt, bei einem internationalen Konzern mit mehreren hundert Druckausgabegeräten. In der Logistik wurden HP-Laserdrucker verwendet mit einer Kartuschen Seitenleistung von 7.000 Seiten. Der Kunde klagte über eine teilweise schlechte Qualität der Ausdrucke, ohne einen Grund dafür zu finden. Im Rahmen unsere Analyse- und Beratungstätigkeit haben wir festgestellt, dass das Unternehmen in dem besagten Bereich mit einer sehr geringen Seitendecken druckt und mit der 7.000 Seiten Kartusche tatsächlich mehr als 14.000 Seiten druckt!

Die Seitendeckung liegt in diesem Fall unter 2,5%. Wenn wir nun zwei Varianten der Abrechnung gegenüberstellen, würde der Kunde bei einer Seitenabrechnung mehr als das doppelte bezahlen, wie bei einem tonerbasierten Abrechnungsmodell, welches bedeutet, dass der Kunden seine tatsächlich verbrauchten Tonerkartuschen bezahlt. In diesem Projekt war das auch unsere Empfehlung für die künftige Abrechnung.

Es gibt mittlerweile einfache und transparente Systeme, die man zur Analyse der Kennzahl "Seitendeckung" einsetzen kann. Ich empfehle jedem Unternehmen, sich im Vorfeld eines Printing-Projekts mit der Kennzahl der Seitendeckung auseinanderzusetzen, um eine bessere Verhandlungsbasis zu erzielen oder das geeignetste Abrechnungsmodell auszuwählen. Ebenfalls sollte man darauf achten, kein inkludiertes Druckvolumen zu akzeptieren. Ich habe schon viele Projekte erlebt, wo der Kunden bei weniger Verbrauch keine Rückzahlung erhalten hat.

Unser Tipp: Es gibt nicht das eine „ideale“ Abrechnungsmodell, man muss in einem Projekt ein für beide Seiten faires und transparentes Modell finden, dafür benötigt man aber im Vorfeld die entscheidenden Informationen u.a. auch die Kennzahl der Seitendeckung.

> PAM Printer Asset Management

Daniel Rossgatterer

Autor

Daniel Rossgatterer

Geschäftsleiter

T: +43 7752 678-350

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