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24/05/2018: Was bedeuten die 5% Seitendeckung bei Toner?

Hersteller geben die Kapazität der Tonerkartuschen in der Anzahl der zu druckenden Seiten auf Grundlage der 5% Seitendeckung an. Dies bedeutet, dass 5 Prozent einer Seite bedruckt bzw. mit Toner bedeckt sind. Dieser praxisnahe Wert wird von vielen Herstellern als Grundlage zur Leistungserstellung Ihrer Produkte genommen. In der Regel beträgt die Seitendeckung bei einem normalen Geschäftsbrief jedoch nur knapp unter 4%. Je mehr Bilder und Text auf einer Seite, desto höher ist die Deckung. Zur Feststellung ob ein Produkt die geforderte Anzahl bei einer Flächendeckung von 5% erreicht, gibt es eine standardisierte DIN-Norm und eine ISO-Norm.

ISO-Norm
Im Dezember 2006 veröffentlichte die Internationale Organisation für Normung (ISO) neue Standards für die Messung der Seitenleistung von Tintenpatronen (ISO/IEC 24711) und Farblaser-Druckkassetten (ISO/IEC 19798). Diese neuen Standards ergänzen den im Juni 2004 veröffentlichten Standard ISO/IEC 19752 für die Seitenleistung von Monolaser-Druckkassetten.

Die ISO-Standards für die Leistung von Tintenpatronen und Tonerkassetten definieren die wichtigsten Merkmale, die sich auf die Seitenleistung auswirken, und wenden zuverlässige statistische Analysen auf die Ergebnisse an. Allen Druckerherstellern steht jetzt eine einheitliche Methode zur Messung der Seitenleistung von Druckkassetten zur Verfügung.

Informationen zu den ISO/IEC-Standards finden Sie auf der Website www.iso.org/jtc1/sc28.

DIN-Norm
Die DIN 33870 wurde von der Bundesanstalt für Materialforschung erstellt. Diese DI-Norm dient nicht nur der Überprüfung der Tonerkapazität bei 5 prozentiger Flächendeckung sondern legt auch Standards für die Produktion von recycelten Tonermodulen fest. Daher wird die DIN-Norm von vielen Unternehmen verwendet, die wiederaufbereitete Tonerkartuschen produzieren, während die meisten Original Hersteller die ISO-Norm verwenden.

Informationen zu den DIN-Standards finden Sie auf der Website www.din.de/de

Original Hersteller verwenden ISO-Norm
Wie bereits erwähnt haben sich die meisten Hersteller von Originaltoner der ISO Norm 19752 verschrieben die eine vergleichbare Seitenleistung der Tonerkartuschen ermöglicht. Auch hier liegt eine gedruckte Seite mit einer ca. 5% Deckung zu Grunde. Dabei handelt es sich um den genormten LSA Brief (Download Link).

Wie werden diese Tests durchgeführt?
Die Spezifikationen von ISO/IEC 24711 und 19798 verlangen, dass die Seitenleistung anhand einer standardisierten Testreihe und mit Drucker-Standardeinstellungen ermittelt wird. Da sich die Druckerumgebung auf die Seitenleistung auswirken kann, muss die Temperatur der Testumgebung bei 23 ºC (± 2 ºC) liegen.

Die in ISO/IEC 24712 definierte Testreihe ist für Papier in den Formaten DIN A4 oder 21,59 x 27,94 cm konzipiert. Diese Testreihe, die aus einer PDF-Datei in Form von vier typischen Kundenseiten und einer Diagnoseseite besteht, muss mit der neuesten Version eines PDF-Readers gedruckt werden.

Wie viele Druckkassetten und Drucker werden beim Test verwendet?
Mindestens neun Druckkassetten oder Druckkassetten-Sets werden bis zum Ende ihrer Lebensdauer getestet. Dies ermöglicht zuverlässige Schätzungen der durchschnittlichen Seitenleistung innerhalb von statistisch definierten Grenzen. Die Standards empfehlen die Ausführung der Tests mit Druckkassetten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an unterschiedlichen Standorten hergestellt wurden.

Es werden mindestens drei Druckkassetten-Sets in drei verschiedenen Druckern getestet, um Ergebnisverfälschungen durch Abweichungen zwischen den Druckern zu vermeiden. In jedem Drucker wird dieselbe Anzahl an Druckkassetten-Sets getestet.

Welche Rolle die Kennzahl der Seitendeckung in den gesamten Druckkosten spielt, finden Sie im Blogeintrag „Seitendeckung“ – ein unterschätzter Kostenfaktor für die Gesamtdruckkosten“.

Daniel Rossgatterer

Autor

Daniel Rossgatterer

Geschäftsführer

T: +43 7752 678-350

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